Wir führen Saatgut und Gartenzubehör folgender Marken

Empfehlungen aus unserem Sortiment

Artikelliste

Zwiebeln für den Gaumen und das Auge

Viele Pflanzen lassen sich einfach durch Zwiebeln kultivieren. Dazu gehören nicht nur Steckzwiebeln, Pflanzknoblauch und Pflanzschalotten, sondern auch Blumenzwiebeln. Aus allen diesen Zwiebeln werden knackige Küchenzwiebeln, milde Schalotten, aromatischer Knoblauch und zauberhafte Blumen in vielen Farben. Im Gegensatz zu Samen lassen sich Zwiebeln leichter stecken und ziehen. Das Speicherorgan bringt die nötigen Voraussetzungen für ein schnelles Wachstum mit.


Sie müssen nicht immer säen!

Viele Pflanzen werden im Garten gesät. Doch das ist nicht immer die schnellste Methode, das Gemüse oder die Blumen heranzuziehen. Bei einigen Pflanzen, die über eine Zwiebel verfügen, ist die Anzucht aus Samen mühselig. Sie würden dann mehr als eine Gartensaison benötigen, um die Früchte Ihrer Arbeit genießen zu können. Zwiebeln sind bei bestimmten Pflanzen eine gute Alternative zum Samen.


Was sind Zwiebeln, Knollen und Rhizome?

 Zwiebeln, Knollen und Rhizome sind Überdauerungsorgane, mit denen das Überleben der Pflanze gesichert wird. Hier sind nicht nur wichtige Nährstoffe gespeichert, sondern die Pflanze kann auch ungünstige klimatische Bedingungen überbrücken.

Zwiebeln sind der gestauchte Spross der Pflanze. Sie wachsen meist unterirdisch oder nah über der Oberfläche. Im Inneren der Zwiebel befindet sich die Knospe, welche die Anlage für die Laubblätter, Blütenstände und Stängel in sich trägt. Zwiebeln sind aber nicht nur ein Überdauerungsorgan, sondern auch ein Vermehrungsorgan. In den Blattachsen der Zwiebelschuppen entwickeln sich Tochterzwiebeln. Stirbt die Mutterzwiebel nach der Blüte ab, überlebt die Tochterzwiebel. Bei einigen Pflanzen bilden sich auch in den Blütenständen und den Achseln der Laubblätter Brutzwiebeln. Auch sie sind Vermehrungsorgane.

Zwiebeln sind Geophyten. Das sind Pflanzen, die mithilfe ihres Speicherorgans den Winter im Boden überdauern. Allerdings sollten Sie dabei zwischen heimischen Pflanzen und Pflanzen aus anderen Klimaregionen unterscheiden, denn nicht alle Zwiebeln, Knollen und Rhizome sind winterhart.


Knollen und Rhizome sind etwas anders

Knollen und Rhizome sind meist bei Staudenpflanzen zu finden. Die meisten dürfen auch im Winter in der Erde verbleiben. Im Gegensatz zur Blumenzwiebel werden die Blütenstände für das nächste Frühjahr bei Blumenknollen und Blumenrhizomen noch nicht im Herbst ausgebildet. Knollen und Rhizome dienen nur der Speicherung von Nährstoffen. Winterharte Knollen und Rhizome brauchen Sie im Herbst nicht aus den Boden nehmen.


Von Küchenzwiebeln, Steckzwiebeln und anderem Pflanzgut

Klar, beim Thema Zwiebel denkt man zuerst an die kleinen und großen Gemüseknollen, die in der Küche in so manchem Gericht verwendet werden. Die ältere Generation denkt sich auch an den Zwiebel essenden Franco Nero in „Zwiebel-Jack räumt auf“. Ja, Zwiebeln sind gesund und werden deshalb auch im Garten angebaut. Übrigens ist die Zwiebel bereits seit 5.000 Jahren bekannt und wird als Heilmittel und Nahrung verwendet.

Inzwischen gibt es natürlich nicht nur viele Arten von Zwiebeln, sondern auch zahlreiche Sorten. Neben weißen, gelben und roten Zwiebeln gibt es auch Gemüsezwiebeln, Speisezwiebeln, Schalotten, Frühlingszwiebeln und Perlzwiebeln. Außerdem gibt es noch Winterzwiebeln, die im Herbst gepflanzt werden und bereits im späten Frühjahr geerntet werden können. Jede Zwiebel hat natürlich so ihre Eigenheiten. Bei der Auswahl der Steckzwiebeln sollten Sie darauf achten, denn Zwiebel ist eben nicht gleich Zwiebel.

Neben Zwiebeln gibt es auch noch Pflanzgut wie die Zehen vom Knoblauch. Auch Knoblauch gehört zu den Zwiebelgewächsen. Allerdings wird nicht die gesamte Zwiebelknolle gesteckt, sondern die einzelnen Zehen. Aus jeder Zehe wächst später eine komplette Zwiebel.


Blumenzwiebeln – die schönsten Zwiebelgewächse im Blumenbeet

Blumenzwiebeln gehören nicht zu den essbaren Zwiebeln, obwohl Sie einige davon durchaus essen könnten. Allerdings nicht alle, denn viele Blumenzwiebeln sind giftig. Sie sind ausschließlich dafür gedacht, unser Herz und unser Auge zu erfreuen, sobald sich die Blüten der Blumen zeigen. Viele Blumen verfügen über eine Zwiebel als Überwinterungsorgan. Besonders die Frühlingsblüher verfügen über Blumenzwiebeln. Das ist kein Zufall, denn Samen würden bei den Temperaturen noch nicht keimen.

Mit Blumenzwiebeln können Sie leicht das Blumenbeet auffüllen. Lilien, Narzissen, Tulpen, Freesien, Hyazinthen und viele andere Zwiebelblumen können Sie einfach ins Beet stecken und so Lücken auffüllen. Das heißt natürlich nicht, dass Zwiebelblumen Lückenbüßer sind. Die Blumen bringen oft faszinierende Blüten hervor. Und schließlich sind einige der Blumen echte Raritäten und nicht gerade günstig. So bezahlte man im Jahr 2008 für eine einzige Zwiebel des Schneeglöckchens „Flocon de Neige“ stolze 265 £. Das sind immerhin 310 € heute. Seltene Tulpenzwiebeln wurden im 17. Jahrhundert zu horrenden Preisen gehandelt und blieben den Reichen und Schönen vorbehalten. Im Jahr 1637 wurden für drei seltene Tulpenzwiebeln der Sorte „Semper Augustus“ 30.000 Gulden gezahlt.

Neben Blumenzwiebeln kommen auch Knollen und Rhizome ins Beet, die ebenfalls wundervolle Blumen treiben können und auch als Überdauerungsorgan fungieren. Auch bei diesen Blumen können Sie sich den Aufwand sparen, die Blumen aus Samen zu ziehen. Die Anzucht aus Samen ist meist zwar möglich, dauert aber länger und ist aufwendiger.


Wo können Sie Blumenzwiebeln und Küchenzwiebeln pflanzen?

Ganz gleich ob Blumenzwiebel oder die Zwiebeln für die Küche, Sie können beide sowohl im Gartenbeet als auch im Blumentopf ziehen. Sie müssen also nicht unbedingt einen Garten haben, um sich an Zwiebelblumen zu erfreuen und den Genuss von Zwiebeln aus der eigenen Zucht genießen zu können. Es ist aber wichtig, dass der Blumentopf oder das Pflanzgefäß groß genug sind. Nur so können Sie auf eine reiche Ernte und wunderschöne Blumen hoffen.


So kommen Zwiebeln in die Erde

Zwiebeln werden nicht gesät oder gepflanzt. Blumenzwiebeln, Steckzwiebeln und Knoblauchzehen werden gesteckt. Wählen Sie einen sonnigen Standort. Die Anforderungen an den Boden können je nach Pflanze unterschiedlich sein. Eins haben alle Zwiebeln gemeinsam: sie mögen zwar einen feuchten Boden, wollen aber auf keinen Fall Staunässe.

Der Boden soll locker, nährstoffreich und durchlässig sein. Bei sehr schweren Böden sollten Sie etwas Sand oder feinen Kies als Drainage einarbeiten. Mit etwas Kompost haben die Steckzwiebeln, Knoblauchzehen, Blumenzwiebeln, Knollen und Rhizome einen guten Start in die Saison.

Steckzwiebeln dürfen mit der Spitze oben herausschauen. Wintersteckzwiebeln und Winterknoblauch kommt tiefer in die Erde. Blumenzwiebeln werden etwa doppelt so tief gesteckt wie sie hoch sind. Der Abstand zwischen den Zwiebeln und den Reihen unterscheidet sich nach den Pflanzen. Auch hier gilt als Anhaltspunkt, die Zwiebeln doppelt so weit auseinander zu pflanzen, wie die Zwiebeln dick sind. Die Zwiebelspitze kommt dabei immer nach oben. Besonders Blumenzwiebeln sollten Sie in Gruppen pflanzen, damit die Blumen später schön wirken.

Zwiebeln können Sie auch in Blumentöpfe und Gefäße stecken. Das Gefäß sollte frosthart sein und über ein Ablaufloch fürs Wasser verfügen.


Der richtige Zeitpunkt zum Zwiebeln stecken

Den gibt es natürlich nur ganz individuell, denn jede Pflanze hat da so ihre eigene Zeit. Blumenzwiebeln wie Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen kommen noch im Herbst ins Beet, damit sie zeitig im Frühjahr blühen. Andere Blumenzwiebeln sind nicht winterhart und werden erst im Frühjahr gesteckt. Dazugehören zum Beispiel Gladiolen. Aber auch die Knollen der Dahlien werden erst im Frühjahr gepflanzt.

Steckzwiebeln und Knoblauch kommt ebenfalls im Frühjahr ins Beet. Es sei denn, es sind spezielle Sorten für den Winter, die schon im Herbst, solange der Boden noch nicht gefroren ist, in den Boden dürfen.


So lagern Sie Blumenzwiebeln, Steckzwiebeln und Pflanzgut

Meist werden Zwiebeln gekauft und sofort in die Erde gesteckt. Doch manches mal müssen die Zwiebeln, Rhizome und Knollen auch gelagert werden. Gerade bei Blumen, deren Überdauerungsorgan nicht frosthart ist, ist eine Lagerung immer wieder notwendig. Dann ist es notwendig, die Zwiebeln und das Pflanzgut richtig zu lagern, damit sie im kommenden Jahr wieder in den Boden können und dort auch treiben.

Zwiebeln und anderes Pflanzgut sollten Sie immer kühl, trocken und dunkel lagern. Die Temperaturen sollten zwischen 5 und 10 Grad Celsius liegen. Ist es zu warm, treiben die Blumenzwiebeln zu früh aus. Kontrollieren Sie die Blumenzwiebeln und Steckzwiebeln immer wieder auf Fäulnis.

Denken Sie auch daran, dass Mäuse und andere Nager Zwiebeln, Knollen und Rhizome lieben. Packen Sie das Pflanzgut so ein, dass es sicher ist. Einige Zwiebeln benötigen eine besondere Behandlung. Begonien, Dahlien und Gladiolen sollten Sie für die Winterlagerung in eine Kiste mit Sand stecken.


Zwiebeln gehören zu den ersten Kulturpflanzen

Zwiebeln gehören zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon vor über 5.000 Jahren wurden sie angebaut und wurden als Gewürz- und Gemüsepflanze verwendet. Es dauerte nicht lange, bis man erkannte, dass Zwiebeln nicht nur schmecken und zauberhafte Blüten hervorbringen, sondern auch bei so manchem Zipperlein hilfreich sein können. Die alten Ägypter glaubten auch, dass das scharfe Aroma der Zwiebeln sogar Toten wieder Leben einhauchen könne. Und so gehörten Zwiebeln zur Grabbeigabe berühmter Pharaonen. Auch im Grab von Tutanchamun wurden Zwiebeln gefunden. Seit dem 16. Jahrhundert gehören die Zwiebeln zur Hausapotheke dazu. Besonders ihre entzündungshemmende Wirkung wurde sehr geschätzt. Außerdem enthalten Zwiebeln viel Vitamine und waren deshalb auf Schiffen als Mittel gegen Skorbut ein unbedingtes Muss.


.